Schimpansin "Ngila" ist tot

Nachruf auf ein „Zoo-Urgestein“ Als der Förderverein vor 25 Jahren den Zoo Neuwied übernommen hat war die Schimpansendame „Ngila“ zwar noch nicht im Tierbestand, sie lebte aber über 20 Jahre im Zoo am Mittelrhein. Geboren wurde Ngila im Jahr 1954 noch in Afrika in freier Wildbahn, wurde von Wilderern verschleppt, von Touristen gerettet und kam schließlich mit etwa 4 Jahren in den Zoo von Münster. 1988 ist Ngila dann nach Neuwied umgezogen. Hier hatte sie insgesamt drei Männer mit denen sie sich die Anlage teilte. Zuerst lebte sie mit „Papa“ und „Lothar“ zusammen. Dann kam im Dezember 1994 ihr letzter Mann „Charley“ nach Neuwied. Mit ihm lebte sie viele Jahre in der alten Schimpansenanlage zusammen und schenkte im Mai 1996 „Niki“ das Leben. Außerdem lebte damals schon „Puni“ mit in der Gruppe.
Die Tierpfleger kümmerten sich besonders intensiv um die alte Dame, die aufgrund der natürlichen Zipperlein etwas mehr Pflege brauchte als die jüngeren Schimpansen. So wurden extra Kletterhilfen im Gehege installiert und Ngila bekam jeden Tag eine Extraportion Babybrei (wegen der Mineralien und Vitamine) und eine Flasche Malzbier (ihr absolutes Lieblingsgetränk). Außerdem wurde sie von den Revierpflegerinnen Sarah Klein und Jennifer Otte zwischendurch immer wieder mit Sonderrationen an Obst und Gemüse verwöhnt. Normalerweise werden Schimpansen nur 50 Jahre alt, können aber in menschlicher Obhut auch ganz selten 60 Jahre alt werden. Ngila verstarb am 11. August 2009 gegen 12 Uhr friedlich im Innenraum der Menschenaffenanlage im hohen Alter von 55 Jahren.
|