Neue Tigeranlage bietet tolle Einblicke

Endlich mehr Platz für die Katz

Das ist die neue Tigeranlage wie sie der Besucher durch die großen Glasscheiben sehen kann.

 

 

Andy erkundet sein neues Zuhause

Die alte Tigeranlage wurde zur Hälfte abgerissen und in Richtung des Gepardengeheges großzügig erweitert. Die Erweiterung bringt den Großkatzen eine Verdreifachung der Gesamtfläche, zwei Badebecken die über einen Bachlauf miteinander verbunden sind, einen überdachten Liegeplatz, viele Versteckmöglichkeiten und diverse Rückzugs- bzw. Absperrmöglichkeiten. Große Glasscheiben, eingefasst von naturbelassenen Holzbohlen, bieten einen nahezu ungehinderten Blick auf das neue Reich der größten Katze der Welt. Damit die Besucher auch blendfrei fotografieren können, wurden die Scheiben etwas schräg gestellt. „Das vermindert unschöne Reflexionen“, sagt Mirko Thiel, stellvertretender Direktor des Zoo Neuwied: „Die alte Tigeranlage wurde in den 80er Jahren geplant, heute ist man zoologisch um einiges weiter und diesen Anspruch haben wir mit der neuen Anlage umgesetzt.“
Auf den mehr als 1000 qm kann sich Andy, der sibirische Einzelgänger, nun frei bewegen. Die Bauzeit für die Anlage betrug fast genau ein Jahr, erstaunlich kurz, denn bis auf die Sicherheits- und Glasinstallation wurde alles von den zooeigenen Handwerkern unter Leitung von Toni Mercurio errichtet. Die Eigenleistung der Zoomitarbeiter und die Unterstützung von diversen Firmen durch teils erhebliche Sachspenden haben in den vergangen 12 Monaten eine Anlage im Wert von rund 200.000 Euro entstehen lassen. Einen maßgeblichen Anteil an der Verwirklichung dieses Projektes hat die Maria-Kerpen-Stiftung in Bad Breisig. Nur durch ihre großzügige Unterstützung konnte noch im letzten Jahr mit den Umbauarbeiten begonnen werden. Ein besonderer Dank geht dabei auch an den Zoo in Nürnberg der unseren Tiger Andy fast 7 Monate aufgenommen hat, damit die neue Anlage zügig gebaut werden konnte.