Gepard wollte hoch hinaus
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Geparde sind, das ist allgemein bekannt, gute Sprinter. Klettern können diese Großkatzen jedoch nur schlecht – dachte man bisher. Als die Revierleiterin im Katzenrevier Petra Becker jedoch am Dienstag den 22. Januar 2008 zu ihren Schützlingen auf die Gepardenanlage ging traute sie ihren Augen nicht. Macomo, ein Gepardenkater der erst vor kurzem in Neuwied eingetroffen ist, kletterte ängstlich aber putzmunter in ca. 10 – 15 Metern Höhe auf einem Baum innerhalb des Geheges herum. Das Tier dessen Körper für schnelles Laufen auf kurzen Strecken gebaut ist hatte Probleme mit den dünnen Ästen in der Baumkrone. Offensichtlich war er zwar in der Lage gewesen auf den Baum zu klettern, aber herunter traute er sich nun nicht mehr.
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Macomo machte allerdings immer weniger Anstalten den Baum zu verlassen, sondern versuchte in seiner Panik immer weiter nach oben zu klettern. Da für den Kater die Gefahr bestand, abzustürzen, beschloss Klein das Tier kontrolliert aus dem Baum zu bergen.
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Leichter gesagt als getan, denn einen ausgewachsenen Gepard kann man nicht wie eine Hauskatze aus dem Baum pflücken. Glücklicherweise war ein Steiger-Hubwagen den SBN gerade in der Nähe und innerhalb von 15 Minuten vor Ort. Zoodirektor Klein rückte mit dem Blasrohr und einem Betäubungspfeil an, wurde mit dem Hubwagen nach oben gefahren, legte an, zielte und traf Macomo in den Oberschenkel. Verkeilt in einer Astgabel schlief das Tier dann ein und konnte den Umständen entsprechend problemlos geborgen werden. Während Macomo sich in der Schlafbox von seiner Klettertour erholte, wurden bei allen Bäumen im Gehege die unteren Äste abgeschnitten. „Das ist ja noch mal gut gegangen,“ sagt Heinrich Klein sichtlich erleichtert „und jetzt können die Tiere definitiv nicht mehr auf die Bäume weil sie keinen Ansatz zum Klettern mehr haben.“ |