Neuweltaffenanlage eröffnet

 

 

Die Schimpansen sind im Sommer 2006 in das neue Haus umgezogen. An der Stelle, an der damals der Schimpansenkäfig war steht nun die neue Attraktion im Zoo Neuwied. Nach eineinhalbjähriger Umbauzeit konnte am 17. März eine riesige Anlage für südamerikanische Tiere eröffnet werden. Allein die Aussenanlage hat eine Grundfläche von rund 100 m2 und ist durchschnittlich 8 Meter hoch! Hinzu kommen die 5 Innengehege mit vielen Klettermöglichkeiten, beheizbaren Sitzflächen und zuschaltbarem UV-Licht für die Wintermonate. Die meisten Arbeiten konnten die zooeigenen Handwerker unter der Leitung von Toni Mercurio selbst erledigen. Egal ob Erdarbeiten, die Gestaltung des Wassergrabens oder die der Felswände - alles fügt sich zu einem harmonischen Ersatzlebensraum für die Südamerikaner zusammen. Lediglich die Gitter und die fünf etwa 2x2 Meter großen Scheiben wurden von Fremdfirmen eingebaut. Nur so konnte eine Anlage dieser Größenordnung für lediglich 70.000 Euro gebaut werden.
   

 

 

Zur Zeit befinden sich erstmal vier „Gehaubte Kapuziner“ in der neuen Anlage. „Der Gehaubte Kapuziner oder Apella ist in Südamerika weit verbreitet. Er lebt sowohl in den feuchtheißen Tropenwäldern des Amazonasbeckens als auch in den Gebirgswäldern an den Hängen der Anden., und ist daher auch in unseren Breiten problemlos zu halten.“ erklärt der stellv. Zoodirektor Mirko Thiel. „Kapuziner sind auch keine großen Nahrungsspezialisten, sondern haben Früchte, Nüsse, Samen und Knospen sowie Insekten, Spinnen, Vogeleier und kleine Wirbeltiere auf ihrer Speisekarte.“ erklärt Mirko Thiel weiter.

„Eigentlich sollten zur Eröffnung auch 5 „Totenkopfäffchen“ eingezogen sein,“ erzählt Zoodirektor Heinrich Klein bei seiner Eröffnungsrede, „aber in der Nacht, als die Tiere in Frankreich abgeholt werden sollten, ist ein weibliches Tier plötzlich verstorben, und da wir nicht wissen ob die Gruppe vielleicht eine ansteckende Krankheit hat, mussten wir sie in Straßburg lassen bis alle Untersuchungsergebnisse vorhanden sind. In wenigen Wochen werden wir dann wissen, ob eine weitere Affenart die Gesellschaft der Kapuziner teilen darf. Zudem werden in wenigen Tagen Vögel aus der neuen Welt die Anlage bevölkern, damit der Besucher einen Eindruck des lebendigen südamerikanischen Urwalds erfährt.“ so Zoologe Klein.
„Wir sind stolz, unseren Besuchern wieder ein neues Highlight bieten zu können und freuen uns auf ihren Besuch.“