Erstzucht bei den Wickelskinken
Seit seiner Eröffnung im Jahr 2011 hat es im Exotarium, dem modernen Terrarienbereich des Zoo Neuwied, schon viele erfreuliche Zuchterfolge gegeben. „Es ist nur schade, dass die Zoobesucher die Jungtiere kaum sehen können, weil wir sie hinter den Kulissen ausbrüten und großziehen“, bedauert Tierpfleger Thorben Maur. „Wir können immer nur erzählen, dass wir erfolgreich züchten, aber sichtbar ist der Erfolg nicht.“ Der Grund für dieses Vorgehen ist das fehlende Brutpflegeverhalten der allermeisten Reptilien: Nach der Eiablage ist die Sache erledigt und die Eier werden sich selbst überlassen. Würden die Jungtiere in unmittelbarer Umgebung der erwachsenen Tiere schlüpfen, wie es in einem Terrarium der Fall wäre, bestünde die Gefahr, dass die Eltern den eigenen Nachwuchs als Beutetiere betrachten und fressen. Daher werden Reptilieneier in der Terraristik üblicherweise aus den Terrarien entnommen, im Inkubator bebrütet und die Jungtiere werden erst dann mit den Eltern zusammengesetzt, wenn sie groß genug sind, nicht mehr als Beute zu enden – in der Zoowelt werden sie dann jedoch meist schon an andere Einrichtungen weitergegeben. „Aber diesmal ist das anders“, freut sich Maur, der Revierleiter des Exotariums. „Die Wickelskinke, die aufgrund ihrer beachtlichen Größe und natürlichen Verbreitung auch ‚Salomonen-Riesenskinke‘ genannt werden, gehören [...]










