Über Franziska Waked

Der Autor hat bisher keine Details angegeben.
Bisher hat Franziska Waked, 112 Blog Beiträge geschrieben.

Drei Emu-Küken im Zoo Neuwied geschlüpft

Im Zoo Neuwied gibt es erfreulichen Nachwuchs: Anfang März sind drei Emu-Küken geschlüpft. Das Geschlecht der Jungvögel ist derzeit noch unbekannt und kann erst später mittels DNA-Analyse aus einer Federprobe bestimmt werden. Besonders schön: Eine erfolgreiche Nachzucht bei den Emus liegt im Zoo Neuwied bereits über fünf Jahre zurück. Die Küken leben auf der rund 3,5 Hektar großen Australienanlage des Zoos, die sie sich mit Östlichen Grauen Riesenkängurus und Bennettkängurus teilen. Insgesamt umfasst die Emu-Gruppe aktuell neben den Küken sechs erwachsene Tiere, jeweils drei männliche und drei weibliche. Bei Emus übernimmt – anders als bei vielen anderen Vogelarten – das Männchen die komplette Brutpflege. Über einen Zeitraum von knapp zwei Monaten bebrütet der Hahn die gut getarnten, dunkelgrünen Eier im Gras. Während dieser Zeit frisst und trinkt er kaum und zehrt von zuvor angelegten Fettreserven. Auch nach dem Schlupf bleibt die Aufzucht seine Aufgabe: Rund sechs Monate lang kümmert sich der Hahn allein um die Küken. „Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, mit welcher Hingabe die Emu-Hähne ihre Rolle als alleinerziehende Väter übernehmen“, berichtet Tierpflegerin Julia Völkel. „Unsere drei Küken sind gesund und munter unterwegs. Ihre gestreifte Zeichnung erinnert ein wenig an Frischlinge und [...]

Drei Emu-Küken im Zoo Neuwied geschlüpft2026-04-23T09:15:12+02:00

Pinguin-Aktionstag und Familienfest im Zoo

Der Zoo Neuwied lädt im April und Anfang Mai zu zwei besonderen Veranstaltungen ein. Organisiert und geplant von der Zooschule, erwarten die Besucher spannende Themen, informative Einblicke und zahlreiche Mitmachaktionen für die ganze Familie. Am 25. April von 13 bis 17 Uhr findet der Pinguin-Aktionstag statt und es steht alles im Zeichen des Humboldtpinguins. Diese Pinguinart lebt an der Pazifikküste in Peru und Nordchile entlang des namensgebenden, kalten Humboldtstroms. Auf der Roten Liste der IUCN wird der Humboldtpinguin als gefährdet geführt. Zu den größten Bedrohungen zählen die Bejagung, die Überfischung – und damit der Verlust wichtiger Nahrungsquellen – sowie der Abbau von Guano, wodurch den Tieren geeignete Brutplätze verloren gehen. Am Infomobil der Zooschule direkt an der Pinguinanlage können Besucher anhand von Präparaten und anschaulichen Materialien mehr über diese besondere Tierart erfahren. Ergänzt wird das Angebot durch Mitmachaktionen: Kinder können Pinguin-Buttons basteln oder spielerisch ausprobieren, wie sich Pinguine watschelnd fortbewegen. Auch welche anderen Pinguinarten es noch gibt und wo diese vorkommen, steht auf dem Programm. Eine knappe Woche später folgt am 1. Mai von 10 bis 17 Uhr das große Familienfest im Zoo. Unter dem Motto „Natur vor der Haustür“ sind im gesamten Zoogelände verschiedene [...]

Pinguin-Aktionstag und Familienfest im Zoo2026-04-17T12:15:25+02:00

Rote Neuzugänge bringen Farbe ins Spiel

Gleich zwei neue Vogelarten sorgen seit Kurzem für farbenfrohe Akzente im Zoo Neuwied: Rotschulterenten und Rote Sichler sind in die Anlage gegenüber der Löwen, neben den Capybaras, eingezogen. Sie teilen sich das Gehege mit einem Pärchen der Nacktgesichtshokkos. Ein Geschwisterpärchen Rotschulterenten, beide 2025 in der Stuttgarter Wilhelma geschlüpft, hat im größten Zoo von Rheinland-Pfalz ein neues Zuhause gefunden. Die zierlichen Enten stammen aus Südamerika und leben dort paarweise an Gewässern. „Besonders auffällig ist das Männchen: Es besitzt rotbraune Schultern und eine rosafarbene Brust mit dunklen Punkten“, erklärt der für diese Vögel zuständige Tierpfleger Jonas Feinkohl. „Das Weibchen hingegen zeigt sich schlichter – einfarbig braun mit markanter weißer Gesichtszeichnung.“ Rotschulterenten sind nicht nur gute Schwimmer, sondern auch geschickte Kletterer. Häufig ruhen sie auf Ästen in Bäumen, wobei ihnen lange Zehen und kräftige Krallen Halt geben. Auch zur Brut ziehen sie sich in luftige Höhen zurück: In Baumhöhlen legt das Weibchen sechs bis zwölf Eier und bebrütet diese etwa vier Wochen lang. Nach dem Schlupf beteiligt sich auch der Erpel an der Aufzucht der Jungtiere. Die Nahrung der Tiere besteht überwiegend aus Wasserpflanzen, Samen und Insekten, die sie gerne gründelnd aufnehmen. Charakteristisch ist zudem ihre enge Paarbindung [...]

Rote Neuzugänge bringen Farbe ins Spiel2026-04-08T12:09:46+02:00

Ostereiersuche mal anders

Bunt bemalte Straußeneier sorgen in den Osterferien für Spaß im Zoo Neuwied Mit Beginn der Osterferien startet im Zoo Neuwied traditionell die Hochsaison. Viele Familien nutzen die freien Tage für einen Ausflug in den größten Zoo von Rheinland-Pfalz. Passend dazu wartet in den Ferien wieder eine besondere Aktion auf die jüngsten Besucher: die Ostereiersuche im Zoo. Dabei gilt es allerdings nicht, kleine Hühnereier aufzuspüren. Stattdessen sind im Zoo fünf große, bunt bemalte Straußeneier versteckt. Jedes von ihnen befindet sich in einem anderen Tiergehege und wartet darauf, von aufmerksamen Besucherinnen und Besuchern entdeckt zu werden. Alle Kinder erhalten an der Kasse einen Fragebogen, der sie auf die Suche durch den Zoo begleitet. Wer alle fünf Straußeneier gefunden und die Fragen auf dem Bogen richtig beantwortet hat, kann diesen mit Namen und Adresse versehen und anschließend in den Briefkasten am Ausgang einwerfen. Nach den Osterferien werden unter allen richtigen Einsendungen tolle Preise verlost. Mit der Umstellung auf die Sommerzeit verlängert sich zudem die Öffnungszeit des Zoos: Ab dann ist der Zoo Neuwied täglich bis 18 Uhr geöffnet – also eine ganze Stunde länger Zeit, um sich auf die Suche nach den bunten Straußeneiern zu machen. Gerade in den [...]

Ostereiersuche mal anders2026-03-25T14:12:40+01:00

FÖJ – Ein Jahr für Umweltbildung und Artenschutz

In Rheinland-Pfalz starten derzeit die mündlichen Abiturprüfungen, und auch die zentralen Prüfungen zum Abschluss der 10. Klasse stehen kurz bevor. Für viele Schülerinnen und Schüler stellt sich danach die große Frage: Wie geht es nun weiter? „Viele wissen noch nicht genau, welcher Ausbildungsberuf zu ihnen passt. Und auch junge Menschen, die studieren möchten, haben nach dem Abitur oft das Bedürfnis, zunächst etwas anderes zu machen, bevor sie direkt an der Universität weitermachen“, erklärt die Biologin Franziska Waked. „Mir ging es damals genauso – ich wollte erst einmal Abstand von Prüfungen und Lehrbüchern und stattdessen praktisch arbeiten. Sie entschied sich für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) und absolvierte dieses 2007 im Zoo Neuwied. „Das Freiwillige Soziale Jahr, das FSJ, das man zum Beispiel in Kitas oder anderen sozialen Einrichtungen machen kann, kennen viele. Meine Interessen lagen aber stärker im Bereich Natur und Umwelt“, berichtet sie. Das FÖJ wird – ähnlich wie das FSJ – auf Landesebene organisiert. Auf der Internetseite foej-rlp.de finden Interessierte nicht nur alle wichtigen Informationen und die Möglichkeit zur Bewerbung, sondern auch eine Übersicht über die Einsatzstellen. „Neben Zoos und Tierparks gehören dazu zum Beispiel auch Bauernhöfe, Forstämter oder Umweltschutzorganisationen“, so Franziska Waked, [...]

FÖJ – Ein Jahr für Umweltbildung und Artenschutz2026-03-13T12:10:52+01:00

Coburger Fuchsschafe ziehen ein

Der Zoo Neuwied freut sich über tierischen Zuwachs: Ab sofort sind fünf weibliche Tiere der seltenen Haustierrasse Coburger Fuchsschaf auf der ehemaligen Anlage der Hirschziegenantilopen zu sehen. Die Tiere stammen aus dem Tiergarten Kleve und bereichern nun den Bestand des größten Zoos in Rheinland-Pfalz. Mit dem Einzug der Coburger Fuchsschafe setzt der Zoo Neuwied ein weiteres Zeichen für den Erhalt alter und gefährdeter Nutztierrassen. Die robuste Landschafrasse besiedelte im 19. Jahrhundert weite Teile der europäischen Mittelgebirge und war wegen ihrer Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft sehr geschätzt. Doch mit dem zunehmenden Leistungswettbewerb in der Landwirtschaft geriet das Coburger Fuchsschaf vor dem Zweiten Weltkrieg fast in Vergessenheit und stand kurz vor dem Aussterben. Heute wird die Rasse auf der Vorwarnstufe der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) geführt. „Die fünf Schafe haben sich bereits gut in ihrem neuen Zuhause eingelebt und erkunden neugierig ihre Anlage“, erzählt Kurator Florian Bonenkamp. „Besonders auffällig ist die Wolle der Tiere: Lämmer kommen mit einem rotbraunen Vlies zur Welt. Im Alter von sechs bis zwölf Monaten hellt sich dieses deutlich auf. Im späteren beigen Fell – auch als „Goldenes Vlies“ bezeichnet – befinden sich mehr oder weniger [...]

Coburger Fuchsschafe ziehen ein2026-02-26T09:08:46+01:00

Darwin-Nandus jetzt als Trio auf der Südamerika-Anlage zu sehen

Auf der Südamerika-Anlage des Zoo Neuwied gibt es spannende Neuigkeiten: Die Darwin-Nandus sind nun als harmonisches Trio unterwegs. Nachdem zwei junge Hennen im vergangenen November aus dem Zoo Rotterdam (Niederlande) nach Neuwied gezogen sind, leben sie jetzt gemeinsam mit dem bereits ansässigen Hahn auf der gesamten Anlage – gut sichtbar für die Besucher. Der Hahn ist im April 2024 im Tierpark Hellabrunn in München geschlüpft und kam im Herbst 2024 nach Neuwied. Die beiden Hennen sind im Frühjahr 2025 in Rotterdam geschlüpft. Nach ihrer Ankunft in Neuwied im November durften sie sich zunächst in Ruhe eingewöhnen. Erst danach erfolgte die behutsame Zusammenführung mit dem Hahn in der Innenanlage – abseits der Besucherblicke. Inzwischen zeigt sich das Trio bestens aufeinander abgestimmt. „Unser Hahn macht seine Rolle vorbildlich. Er passt aufmerksam auf die beiden Hennen auf und tritt ihnen gegenüber sehr souverän auf“, berichtet Tierpflegerin Martina Hartung. „Auch gegenüber Besuchern am Gehegezaun macht er sehr deutlich, dass er hier das Sagen hat“, so die Tierpflegerin weiter. Der Darwin-Nandu ist mit rund 90 Zentimetern Rückenhöhe beim Männchen etwas kleiner als der bekanntere Große Nandu. Unterschieden werden die beiden Arten vor allem durch die weiße Fleckung im Rückengefieder: Diese [...]

Darwin-Nandus jetzt als Trio auf der Südamerika-Anlage zu sehen2026-02-19T09:05:33+01:00

Freud und Leid liegen nah beieinander

Neuer Berberlöwe im Zoo Neuwied, schmerzlicher Abschied Freudige und traurige Nachrichten liegen im Zoo Neuwied derzeit eng beieinander. Auf Empfehlung des EAZA Ex-situ Programms (EEP) ist bereits Mitte Januar ein neuer Berberlöwen-Kater eingezogen. Der 11-jährige „Julius“ kommt aus dem ZooParc Overloon in den Niederlanden, wo er zuletzt mit seinen drei Brüdern gewohnt hat. Julius durfte die ersten Tage in Ruhe im Innengehege ankommen und die Tierpfleger kennenlernen. Eigentlich hätten Julius und die Löwin „Zari“ in den nächsten Wochen zusammengelassen werden sollen, um als kleines Rudel die Anlage zu bewohnen. Dazu ist es leider nicht mehr gekommen. Denn kurz nach der Ankunft des neuen Katers veränderte sich unerwartet der Gesundheitszustand der 14-jährigen Löwin. Zootierärztin Lisa Kosber erklärt: „Zari litt plötzlich unter massiver Atemnot, und trotz intensiver Diagnostik und tiermedizinischer Versorgung gab es keine Aussicht auf Besserung. Unser oberstes Ziel ist es immer, Leiden zu verhindern.“ Aus diesem Grund wurde Zari vergangene Woche leider euthanasiert. „Die Entscheidung zur Euthanasie ist uns nicht leichtgefallen, war in diesem Fall jedoch der einzig verantwortungsvolle Weg. In der pathologischen Untersuchung fand man einen besonders bösartigen Tumor in Zaris Lunge. Sie war leider unheilbar krank.“ Der Berberlöwe, auch Atlaslöwe genannt, gilt in [...]

Freud und Leid liegen nah beieinander2026-02-05T09:43:45+01:00

Zoos setzen sich für Feuchtgebiete ein

Start der EAZA-Kampagne „Wetlands for Life” Moore, Flussauen, Mangroven oder das Wattemeer: Feuchtgebiete schützen uns vor Überschwemmungen, Verschmutzung und verbessern die Wasserqualität. Hier tummeln sich so viele Tier- und Pflanzenarten wie in kaum einem anderen Lebensraum. Sie beheimaten rund 40% der weltweiten Artenvielfalt und sind somit unabdingbar für den Artenschutz. Doch mehr als ein Drittel dieser Lebensräume ist in den letzten 50 Jahren weltweit verloren gegangen – schneller als jeder andere Lebensraum. Mit ihnen verschwinden auch viele Tierarten. „Feuchtgebiete sind wahre Lebensspender – für Tiere, für das Klima und letztlich für uns Menschen“, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Wenn wir sie verlieren, verlieren wir mehr als nur Landschaften: Es ist der Verlust von wertvollen Lebensräumen. In den wissenschaftlich geführten Zoos des VdZ übernehmen wir Verantwortung mit gezielten Erhaltungszuchtprogrammen, Bildung, Forschung und Schutzprojekten. Ob die bedrohte Europäische Sumpfschildkröte in unserer Region oder die Riesenotter in Südamerika – wo es gelingt, Arten zu schützen und wieder anzusiedeln, wächst auch die Hoffnung, dass Feuchtgebiete erhalten bleiben und neues Leben entstehen kann.“ Wie Zoos bedrohte Arten retten Genau hier setzen moderne Zoos an: Sie züchten bedrohte Tierarten, erforschen ihre Lebensweise und bereiten ihre Rückkehr [...]

Zoos setzen sich für Feuchtgebiete ein2026-02-02T09:29:23+01:00

Zootier des Jahres: Der Kronenkranich

Seine elegante Erscheinung, die goldschimmernde Federkrone, der weittragende Ruf und sein anmutiger Tanz machen ihn zu einem äußerst attraktiven Botschafter für seine Art und seine gefährdeten Lebensräume. Die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) ernennt den Kronenkranich zum Zootier des Jahres 2026. Mit dieser Auszeichnung möchten die Kampagnenpartner auf die zunehmenden Bedrohungen für den Kronenkranich und für afrikanische Feuchtgebiete und kleinbäuerliche Kulturlandschaften als seine bevorzugten Lebensräume, aufmerksam machen. Das öffentliche Bewusstsein für seinen Schutz muss gestärkt werden. Kronenkraniche erreichen eine imposante Flügelspannweite von zwei Metern. Sie leben südlich der Sahara in Afrika. Als Glücksboten und Wächter über die Gesundheit der Menschen und des Viehs werden sie in vielen Kulturen der Sahelzone verehrt. In Uganda ziert der Kronenkranich als Wappentier sogar die Nationalflagge und gilt als Symbol für Fortschritt und Frieden, in Ruanda und Burundi steht er für Glück und Reichtum. Als besonders talentierte Heuschreckenjäger helfen Kronenkraniche, die Entstehung riesiger Wanderheuschreckenschwärme, die ganze Ernten vernichten können, einzudämmen. Vogelbeobachter aus aller Welt reisen nach Afrika, um diesen imposanten Vogel in seinem natürlichen Lebensraum zu erleben. Nicht zuletzt trägt der Kronenkranich dadurch zum Einkommen vieler afrikanischer Familien bei. Die charismatische Kranichart ist jedoch durch Lebensraumverlust, die Zerstörung [...]

Zootier des Jahres: Der Kronenkranich2026-01-21T15:45:04+01:00
Nach oben