Wenn Artenschutz sichtbar wird: Artenschutzfest am 28. Juni

Artenschutz ist eine der wichtigsten Aufgaben moderner Zoos. Wie vielfältig diese Arbeit ist und welche Organisationen sich darüber hinaus für den Schutz bedrohter Tierarten und ihrer Lebensräume einsetzen, können Besucher beim Artenschutzfest im Zoo Neuwied am Sonntag, 28. Juni 2026, von 10 bis 17 Uhr entdecken. An zahlreichen Informationsständen präsentieren verschiedene Partner ihre Arbeit und stehen für Fragen zur Verfügung. Der NABU Neuwied informiert über regionale Naturschutzprojekte und Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Die Wildtierpflegestation Koblenz gibt Einblicke in ihre tägliche Arbeit mit verletzten und hilfsbedürftigen Wildtieren und wie man vorgeht, wenn man ein solches Tier gefunden hat. Mit dabei ist außerdem das Mosellum in Koblenz. Die Mitarbeiter informieren über ihre Arbeit rund um die heimische Fischwelt und bringen verschiedene Präparate mit, die spannende Einblicke in die Artenvielfalt der Gewässerregion ermöglichen. Auch die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) ist mit einem Infostand vertreten und berichtet über ihre internationalen Artenschutzprojekte, von denen der Zoo Neuwied mit Hilfe des Artenschutz-Euros Projekte in Südamerika z.B. für das Pakarana unterstützt. Das Hauptzollamt Koblenz ist auch mit von der Partie und zeigt eindrucksvolle Anschauungsstücke aus dem Bereich Artenschutz und Artenschutzkriminalität. Zu sehen sind unter anderem Kleidungsstücke und Gebrauchsgegenstände [...]

Wenn Artenschutz sichtbar wird: Artenschutzfest am 28. Juni2026-06-12T10:04:53+02:00

Seltene Alaotra-Halbmakis angekommen

Der Zoo Neuwied begrüßt eine zoologische Besonderheit: Erstmals leben dort zwei Alaotra-Halbmakis – eine der seltensten und am stärksten bedrohten Primatenarten der Welt. Die beiden anderthalb Jahre alten Brüder stammen aus dem niederländischen ZooParc Overloon. „Mit den Alaotra-Halbmakis zeigen wir eine Tierart, die selbst viele Zoo-Fachleute noch nie live gesehen haben“, erklärt Zookurator Florian Bonenkamp. „Dass wir die erste und bislang einzige Haltung dieser Art in Deutschland übernehmen dürfen, ist für uns etwas ganz Besonderes und gleichzeitig eine große Verantwortung.“ Die Tiere haben ihr neues Zuhause im umgebauten Bereich des Menschenaffenhauses bezogen, in dem zuvor Kaiserschnurrbarttamarine untergebracht waren. Aktuell gewöhnen sich die Halbmakis Schritt für Schritt an ihre Innen- und Außenanlagen. Alaotra-Halbmakis, auch Alaotra-Bambuslemuren genannt, gelten laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „critically endangered“, also vom Aussterben bedroht. Sie zählen zu den 25 am stärksten gefährdeten Primaten weltweit. Der Name „Alaotra-Bambuslemur“ ist dabei eigentlich irreführend: Zwar fressen die Tiere auch Bambus, ihre Hauptnahrung im natürlichen Lebensraum besteht jedoch aus Schilf und Papyrus. Im Zoo besteht der Speiseplan hauptsächlich aus verschiedenem Laub und Chicorée. Die kleinen Primaten sind strenge Endemiten und kommen ausschließlich am Alaotra-See auf Madagaskar vor. Mit etwa 250 Quadratkilometern offener Wasserfläche [...]

Seltene Alaotra-Halbmakis angekommen2026-05-29T10:11:40+02:00

Lernen, staunen, Fragen stellen: Der neue „Tierische Stundenplan“

Im Zoo Neuwied gibt es seit dieser Woche ein neues tägliches Besucherprogramm: der „Tierische Stundenplan“. Mit mehreren wechselnden Programmpunkten pro Tag wird das bisherige Angebot erweitert und bietet den Besuchern künftig noch mehr spannende Einblicke in die Arbeit mit den Tieren. Bislang fanden täglich drei kommentierte Fütterungen statt. Ab sofort erwartet die Besucher an jedem Tag ein abwechslungsreiches Programm mit vier festen Terminen um 11:30 Uhr, 14:00 Uhr, 15:00 Uhr und 16:00 Uhr. In den rheinland-pfälzischen Ferien wird das Angebot sogar um einen zusätzlichen Termin erweitert. Inhaltlich reicht der „Tierische Stundenplan“ von Tierpfleger-Sprechstunden über Tierbeschäftigung – auch bekannt als Behavioural Enrichment – bis hin zu Trainings mit verschiedenen Tierarten. Bei den Tierpfleger-Sprechstunden erfahren die Besucher Wissenswertes über die jeweiligen Tiere aus erster Hand und haben die Möglichkeit, Fragen direkt an die Tierpfleger zu stellen. Die Tierbeschäftigung zeigt, wie wichtig Abwechslung und geistige Auslastung für moderne Zootierhaltung sind, während beim Training spannende Einblicke in die Zusammenarbeit zwischen Tier und Tierpfleger gegeben werden. Da die Inhalte täglich wechseln, lohnt sich der Besuch auch für Jahreskartenbesitzer immer wieder aufs Neue. „Wir möchten unseren Gästen bei jedem Zoobesuch etwas anderes bieten und gleichzeitig zeigen, wie vielseitig die Arbeit in [...]

Lernen, staunen, Fragen stellen: Der neue „Tierische Stundenplan“2026-06-02T12:41:54+02:00

Junge Flamingos verstärken das „Empfangskomitee“

Es gibt Neuzugänge in der Flamingogruppe im Zoo Neuwied: Sechs junge Rosaflamingos sind aus dem Tierpark Erfurt nach Neuwied umgezogen. Die drei Männchen und drei Weibchen schlüpften dort im Sommer 2025. Noch tragen die jungen Vögel nicht das kräftige Rosa, für das ihre Art bekannt ist. Flamingoküken schlüpfen zunächst mit grauem Gefieder und entwickeln ihre typische Färbung erst nach und nach. „Viele Besucher sind überrascht, dass junge Flamingos anfangs eher unscheinbar aussehen“, erklärt Zoopädagogin Eva Fritsch. „Das typische Rosa entsteht erst mit der Zeit über die Nahrung.“ Verantwortlich dafür sind sogenannte Carotinoide – natürliche Farbstoffe, die über die Nahrung aufgenommen und im Gefieder eingelagert werden. Besonders kleine Krebstiere wie Salinenkrebse enthalten große Mengen dieser Farbstoffe. Rosaflamingos sind trotz ihres exotischen Aussehens auch in Europa heimisch. Große Kolonien leben unter anderem in Südfrankreich sowie in Spanien und Italien. Die Tiere sind an flache stehende Gewässer angepasst. Ihr speziell geformter Schnabel funktioniert wie ein Sieb, mit dem sie kleinste Nahrungsteilchen aus dem Wasser filtern. Auch im Zoo zeigt sich dieses besondere Fressverhalten. Die Flamingos erhalten spezielles Futter in Form von Schwimmpellets, die alle wichtigen Nährstoffe sowie Carotinoide enthalten. Die Flamingoanlage direkt hinter dem Zooeingang zählt seit Jahren [...]

Junge Flamingos verstärken das „Empfangskomitee“2026-06-02T12:39:05+02:00

Drei Emu-Küken im Zoo Neuwied geschlüpft

Im Zoo Neuwied gibt es erfreulichen Nachwuchs: Anfang März sind drei Emu-Küken geschlüpft. Das Geschlecht der Jungvögel ist derzeit noch unbekannt und kann erst später mittels DNA-Analyse aus einer Federprobe bestimmt werden. Besonders schön: Eine erfolgreiche Nachzucht bei den Emus liegt im Zoo Neuwied bereits über fünf Jahre zurück. Die Küken leben auf der rund 3,5 Hektar großen Australienanlage des Zoos, die sie sich mit Östlichen Grauen Riesenkängurus und Bennettkängurus teilen. Insgesamt umfasst die Emu-Gruppe aktuell neben den Küken sechs erwachsene Tiere, jeweils drei männliche und drei weibliche. Bei Emus übernimmt – anders als bei vielen anderen Vogelarten – das Männchen die komplette Brutpflege. Über einen Zeitraum von knapp zwei Monaten bebrütet der Hahn die gut getarnten, dunkelgrünen Eier im Gras. Während dieser Zeit frisst und trinkt er kaum und zehrt von zuvor angelegten Fettreserven. Auch nach dem Schlupf bleibt die Aufzucht seine Aufgabe: Rund sechs Monate lang kümmert sich der Hahn allein um die Küken. „Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, mit welcher Hingabe die Emu-Hähne ihre Rolle als alleinerziehende Väter übernehmen“, berichtet Tierpflegerin Julia Völkel. „Unsere drei Küken sind gesund und munter unterwegs. Ihre gestreifte Zeichnung erinnert ein wenig an Frischlinge und [...]

Drei Emu-Küken im Zoo Neuwied geschlüpft2026-06-02T12:37:41+02:00

Pinguin-Aktionstag und Familienfest im Zoo

Der Zoo Neuwied lädt im April und Anfang Mai zu zwei besonderen Veranstaltungen ein. Organisiert und geplant von der Zooschule, erwarten die Besucher spannende Themen, informative Einblicke und zahlreiche Mitmachaktionen für die ganze Familie. Am 25. April von 13 bis 17 Uhr findet der Pinguin-Aktionstag statt und es steht alles im Zeichen des Humboldtpinguins. Diese Pinguinart lebt an der Pazifikküste in Peru und Nordchile entlang des namensgebenden, kalten Humboldtstroms. Auf der Roten Liste der IUCN wird der Humboldtpinguin als gefährdet geführt. Zu den größten Bedrohungen zählen die Bejagung, die Überfischung – und damit der Verlust wichtiger Nahrungsquellen – sowie der Abbau von Guano, wodurch den Tieren geeignete Brutplätze verloren gehen. Am Infomobil der Zooschule direkt an der Pinguinanlage können Besucher anhand von Präparaten und anschaulichen Materialien mehr über diese besondere Tierart erfahren. Ergänzt wird das Angebot durch Mitmachaktionen: Kinder können Pinguin-Buttons basteln oder spielerisch ausprobieren, wie sich Pinguine watschelnd fortbewegen. Auch welche anderen Pinguinarten es noch gibt und wo diese vorkommen, steht auf dem Programm. Eine knappe Woche später folgt am 1. Mai von 10 bis 17 Uhr das große Familienfest im Zoo. Unter dem Motto „Natur vor der Haustür“ sind im gesamten Zoogelände verschiedene [...]

Pinguin-Aktionstag und Familienfest im Zoo2026-06-02T12:57:05+02:00

Rote Neuzugänge bringen Farbe ins Spiel

Gleich zwei neue Vogelarten sorgen seit Kurzem für farbenfrohe Akzente im Zoo Neuwied: Rotschulterenten und Rote Sichler sind in die Anlage gegenüber der Löwen, neben den Capybaras, eingezogen. Sie teilen sich das Gehege mit einem Pärchen der Nacktgesichtshokkos. Ein Geschwisterpärchen Rotschulterenten, beide 2025 in der Stuttgarter Wilhelma geschlüpft, hat im größten Zoo von Rheinland-Pfalz ein neues Zuhause gefunden. Die zierlichen Enten stammen aus Südamerika und leben dort paarweise an Gewässern. „Besonders auffällig ist das Männchen: Es besitzt rotbraune Schultern und eine rosafarbene Brust mit dunklen Punkten“, erklärt der für diese Vögel zuständige Tierpfleger Jonas Feinkohl. „Das Weibchen hingegen zeigt sich schlichter – einfarbig braun mit markanter weißer Gesichtszeichnung.“ Rotschulterenten sind nicht nur gute Schwimmer, sondern auch geschickte Kletterer. Häufig ruhen sie auf Ästen in Bäumen, wobei ihnen lange Zehen und kräftige Krallen Halt geben. Auch zur Brut ziehen sie sich in luftige Höhen zurück: In Baumhöhlen legt das Weibchen sechs bis zwölf Eier und bebrütet diese etwa vier Wochen lang. Nach dem Schlupf beteiligt sich auch der Erpel an der Aufzucht der Jungtiere. Die Nahrung der Tiere besteht überwiegend aus Wasserpflanzen, Samen und Insekten, die sie gerne gründelnd aufnehmen. Charakteristisch ist zudem ihre enge Paarbindung [...]

Rote Neuzugänge bringen Farbe ins Spiel2026-06-02T12:49:43+02:00

Ostereiersuche mal anders

Bunt bemalte Straußeneier sorgen in den Osterferien für Spaß im Zoo Neuwied Mit Beginn der Osterferien startet im Zoo Neuwied traditionell die Hochsaison. Viele Familien nutzen die freien Tage für einen Ausflug in den größten Zoo von Rheinland-Pfalz. Passend dazu wartet in den Ferien wieder eine besondere Aktion auf die jüngsten Besucher: die Ostereiersuche im Zoo. Dabei gilt es allerdings nicht, kleine Hühnereier aufzuspüren. Stattdessen sind im Zoo fünf große, bunt bemalte Straußeneier versteckt. Jedes von ihnen befindet sich in einem anderen Tiergehege und wartet darauf, von aufmerksamen Besucherinnen und Besuchern entdeckt zu werden. Alle Kinder erhalten an der Kasse einen Fragebogen, der sie auf die Suche durch den Zoo begleitet. Wer alle fünf Straußeneier gefunden und die Fragen auf dem Bogen richtig beantwortet hat, kann diesen mit Namen und Adresse versehen und anschließend in den Briefkasten am Ausgang einwerfen. Nach den Osterferien werden unter allen richtigen Einsendungen tolle Preise verlost. Mit der Umstellung auf die Sommerzeit verlängert sich zudem die Öffnungszeit des Zoos: Ab dann ist der Zoo Neuwied täglich bis 18 Uhr geöffnet – also eine ganze Stunde länger Zeit, um sich auf die Suche nach den bunten Straußeneiern zu machen. Gerade in den [...]

Ostereiersuche mal anders2026-03-25T14:12:40+01:00

FÖJ – Ein Jahr für Umweltbildung und Artenschutz

In Rheinland-Pfalz starten derzeit die mündlichen Abiturprüfungen, und auch die zentralen Prüfungen zum Abschluss der 10. Klasse stehen kurz bevor. Für viele Schülerinnen und Schüler stellt sich danach die große Frage: Wie geht es nun weiter? „Viele wissen noch nicht genau, welcher Ausbildungsberuf zu ihnen passt. Und auch junge Menschen, die studieren möchten, haben nach dem Abitur oft das Bedürfnis, zunächst etwas anderes zu machen, bevor sie direkt an der Universität weitermachen“, erklärt die Biologin Franziska Waked. „Mir ging es damals genauso – ich wollte erst einmal Abstand von Prüfungen und Lehrbüchern und stattdessen praktisch arbeiten. Sie entschied sich für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) und absolvierte dieses 2007 im Zoo Neuwied. „Das Freiwillige Soziale Jahr, das FSJ, das man zum Beispiel in Kitas oder anderen sozialen Einrichtungen machen kann, kennen viele. Meine Interessen lagen aber stärker im Bereich Natur und Umwelt“, berichtet sie. Das FÖJ wird – ähnlich wie das FSJ – auf Landesebene organisiert. Auf der Internetseite foej-rlp.de finden Interessierte nicht nur alle wichtigen Informationen und die Möglichkeit zur Bewerbung, sondern auch eine Übersicht über die Einsatzstellen. „Neben Zoos und Tierparks gehören dazu zum Beispiel auch Bauernhöfe, Forstämter oder Umweltschutzorganisationen“, so Franziska Waked, [...]

FÖJ – Ein Jahr für Umweltbildung und Artenschutz2026-03-13T12:10:52+01:00

Coburger Fuchsschafe ziehen ein

Der Zoo Neuwied freut sich über tierischen Zuwachs: Ab sofort sind fünf weibliche Tiere der seltenen Haustierrasse Coburger Fuchsschaf auf der ehemaligen Anlage der Hirschziegenantilopen zu sehen. Die Tiere stammen aus dem Tiergarten Kleve und bereichern nun den Bestand des größten Zoos in Rheinland-Pfalz. Mit dem Einzug der Coburger Fuchsschafe setzt der Zoo Neuwied ein weiteres Zeichen für den Erhalt alter und gefährdeter Nutztierrassen. Die robuste Landschafrasse besiedelte im 19. Jahrhundert weite Teile der europäischen Mittelgebirge und war wegen ihrer Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft sehr geschätzt. Doch mit dem zunehmenden Leistungswettbewerb in der Landwirtschaft geriet das Coburger Fuchsschaf vor dem Zweiten Weltkrieg fast in Vergessenheit und stand kurz vor dem Aussterben. Heute wird die Rasse auf der Vorwarnstufe der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) geführt. „Die fünf Schafe haben sich bereits gut in ihrem neuen Zuhause eingelebt und erkunden neugierig ihre Anlage“, erzählt Kurator Florian Bonenkamp. „Besonders auffällig ist die Wolle der Tiere: Lämmer kommen mit einem rotbraunen Vlies zur Welt. Im Alter von sechs bis zwölf Monaten hellt sich dieses deutlich auf. Im späteren beigen Fell – auch als „Goldenes Vlies“ bezeichnet – befinden sich mehr oder weniger [...]

Coburger Fuchsschafe ziehen ein2026-02-26T09:08:46+01:00
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