FÖJ – Ein Jahr für Umweltbildung und Artenschutz

In Rheinland-Pfalz starten derzeit die mündlichen Abiturprüfungen, und auch die zentralen Prüfungen zum Abschluss der 10. Klasse stehen kurz bevor. Für viele Schülerinnen und Schüler stellt sich danach die große Frage: Wie geht es nun weiter? „Viele wissen noch nicht genau, welcher Ausbildungsberuf zu ihnen passt. Und auch junge Menschen, die studieren möchten, haben nach dem Abitur oft das Bedürfnis, zunächst etwas anderes zu machen, bevor sie direkt an der Universität weitermachen“, erklärt die Biologin Franziska Waked. „Mir ging es damals genauso – ich wollte erst einmal Abstand von Prüfungen und Lehrbüchern und stattdessen praktisch arbeiten. Sie entschied sich für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) und absolvierte dieses 2007 im Zoo Neuwied. „Das Freiwillige Soziale Jahr, das FSJ, das man zum Beispiel in Kitas oder anderen sozialen Einrichtungen machen kann, kennen viele. Meine Interessen lagen aber stärker im Bereich Natur und Umwelt“, berichtet sie. Das FÖJ wird – ähnlich wie das FSJ – auf Landesebene organisiert. Auf der Internetseite foej-rlp.de finden Interessierte nicht nur alle wichtigen Informationen und die Möglichkeit zur Bewerbung, sondern auch eine Übersicht über die Einsatzstellen. „Neben Zoos und Tierparks gehören dazu zum Beispiel auch Bauernhöfe, Forstämter oder Umweltschutzorganisationen“, so Franziska Waked, [...]

FÖJ – Ein Jahr für Umweltbildung und Artenschutz2026-03-13T12:10:52+01:00

Coburger Fuchsschafe ziehen ein

Der Zoo Neuwied freut sich über tierischen Zuwachs: Ab sofort sind fünf weibliche Tiere der seltenen Haustierrasse Coburger Fuchsschaf auf der ehemaligen Anlage der Hirschziegenantilopen zu sehen. Die Tiere stammen aus dem Tiergarten Kleve und bereichern nun den Bestand des größten Zoos in Rheinland-Pfalz. Mit dem Einzug der Coburger Fuchsschafe setzt der Zoo Neuwied ein weiteres Zeichen für den Erhalt alter und gefährdeter Nutztierrassen. Die robuste Landschafrasse besiedelte im 19. Jahrhundert weite Teile der europäischen Mittelgebirge und war wegen ihrer Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft sehr geschätzt. Doch mit dem zunehmenden Leistungswettbewerb in der Landwirtschaft geriet das Coburger Fuchsschaf vor dem Zweiten Weltkrieg fast in Vergessenheit und stand kurz vor dem Aussterben. Heute wird die Rasse auf der Vorwarnstufe der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) geführt. „Die fünf Schafe haben sich bereits gut in ihrem neuen Zuhause eingelebt und erkunden neugierig ihre Anlage“, erzählt Kurator Florian Bonenkamp. „Besonders auffällig ist die Wolle der Tiere: Lämmer kommen mit einem rotbraunen Vlies zur Welt. Im Alter von sechs bis zwölf Monaten hellt sich dieses deutlich auf. Im späteren beigen Fell – auch als „Goldenes Vlies“ bezeichnet – befinden sich mehr oder weniger [...]

Coburger Fuchsschafe ziehen ein2026-02-26T09:08:46+01:00

Darwin-Nandus jetzt als Trio auf der Südamerika-Anlage zu sehen

Auf der Südamerika-Anlage des Zoo Neuwied gibt es spannende Neuigkeiten: Die Darwin-Nandus sind nun als harmonisches Trio unterwegs. Nachdem zwei junge Hennen im vergangenen November aus dem Zoo Rotterdam (Niederlande) nach Neuwied gezogen sind, leben sie jetzt gemeinsam mit dem bereits ansässigen Hahn auf der gesamten Anlage – gut sichtbar für die Besucher. Der Hahn ist im April 2024 im Tierpark Hellabrunn in München geschlüpft und kam im Herbst 2024 nach Neuwied. Die beiden Hennen sind im Frühjahr 2025 in Rotterdam geschlüpft. Nach ihrer Ankunft in Neuwied im November durften sie sich zunächst in Ruhe eingewöhnen. Erst danach erfolgte die behutsame Zusammenführung mit dem Hahn in der Innenanlage – abseits der Besucherblicke. Inzwischen zeigt sich das Trio bestens aufeinander abgestimmt. „Unser Hahn macht seine Rolle vorbildlich. Er passt aufmerksam auf die beiden Hennen auf und tritt ihnen gegenüber sehr souverän auf“, berichtet Tierpflegerin Martina Hartung. „Auch gegenüber Besuchern am Gehegezaun macht er sehr deutlich, dass er hier das Sagen hat“, so die Tierpflegerin weiter. Der Darwin-Nandu ist mit rund 90 Zentimetern Rückenhöhe beim Männchen etwas kleiner als der bekanntere Große Nandu. Unterschieden werden die beiden Arten vor allem durch die weiße Fleckung im Rückengefieder: Diese [...]

Darwin-Nandus jetzt als Trio auf der Südamerika-Anlage zu sehen2026-02-19T09:05:33+01:00

Freud und Leid liegen nah beieinander

Neuer Berberlöwe im Zoo Neuwied, schmerzlicher Abschied Freudige und traurige Nachrichten liegen im Zoo Neuwied derzeit eng beieinander. Auf Empfehlung des EAZA Ex-situ Programms (EEP) ist bereits Mitte Januar ein neuer Berberlöwen-Kater eingezogen. Der 11-jährige „Julius“ kommt aus dem ZooParc Overloon in den Niederlanden, wo er zuletzt mit seinen drei Brüdern gewohnt hat. Julius durfte die ersten Tage in Ruhe im Innengehege ankommen und die Tierpfleger kennenlernen. Eigentlich hätten Julius und die Löwin „Zari“ in den nächsten Wochen zusammengelassen werden sollen, um als kleines Rudel die Anlage zu bewohnen. Dazu ist es leider nicht mehr gekommen. Denn kurz nach der Ankunft des neuen Katers veränderte sich unerwartet der Gesundheitszustand der 14-jährigen Löwin. Zootierärztin Lisa Kosber erklärt: „Zari litt plötzlich unter massiver Atemnot, und trotz intensiver Diagnostik und tiermedizinischer Versorgung gab es keine Aussicht auf Besserung. Unser oberstes Ziel ist es immer, Leiden zu verhindern.“ Aus diesem Grund wurde Zari vergangene Woche leider euthanasiert. „Die Entscheidung zur Euthanasie ist uns nicht leichtgefallen, war in diesem Fall jedoch der einzig verantwortungsvolle Weg. In der pathologischen Untersuchung fand man einen besonders bösartigen Tumor in Zaris Lunge. Sie war leider unheilbar krank.“ Der Berberlöwe, auch Atlaslöwe genannt, gilt in [...]

Freud und Leid liegen nah beieinander2026-02-05T09:43:45+01:00

Zoos setzen sich für Feuchtgebiete ein

Start der EAZA-Kampagne „Wetlands for Life” Moore, Flussauen, Mangroven oder das Wattemeer: Feuchtgebiete schützen uns vor Überschwemmungen, Verschmutzung und verbessern die Wasserqualität. Hier tummeln sich so viele Tier- und Pflanzenarten wie in kaum einem anderen Lebensraum. Sie beheimaten rund 40% der weltweiten Artenvielfalt und sind somit unabdingbar für den Artenschutz. Doch mehr als ein Drittel dieser Lebensräume ist in den letzten 50 Jahren weltweit verloren gegangen – schneller als jeder andere Lebensraum. Mit ihnen verschwinden auch viele Tierarten. „Feuchtgebiete sind wahre Lebensspender – für Tiere, für das Klima und letztlich für uns Menschen“, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Wenn wir sie verlieren, verlieren wir mehr als nur Landschaften: Es ist der Verlust von wertvollen Lebensräumen. In den wissenschaftlich geführten Zoos des VdZ übernehmen wir Verantwortung mit gezielten Erhaltungszuchtprogrammen, Bildung, Forschung und Schutzprojekten. Ob die bedrohte Europäische Sumpfschildkröte in unserer Region oder die Riesenotter in Südamerika – wo es gelingt, Arten zu schützen und wieder anzusiedeln, wächst auch die Hoffnung, dass Feuchtgebiete erhalten bleiben und neues Leben entstehen kann.“ Wie Zoos bedrohte Arten retten Genau hier setzen moderne Zoos an: Sie züchten bedrohte Tierarten, erforschen ihre Lebensweise und bereiten ihre Rückkehr [...]

Zoos setzen sich für Feuchtgebiete ein2026-02-02T09:29:23+01:00

Zootier des Jahres: Der Kronenkranich

Seine elegante Erscheinung, die goldschimmernde Federkrone, der weittragende Ruf und sein anmutiger Tanz machen ihn zu einem äußerst attraktiven Botschafter für seine Art und seine gefährdeten Lebensräume. Die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) ernennt den Kronenkranich zum Zootier des Jahres 2026. Mit dieser Auszeichnung möchten die Kampagnenpartner auf die zunehmenden Bedrohungen für den Kronenkranich und für afrikanische Feuchtgebiete und kleinbäuerliche Kulturlandschaften als seine bevorzugten Lebensräume, aufmerksam machen. Das öffentliche Bewusstsein für seinen Schutz muss gestärkt werden. Kronenkraniche erreichen eine imposante Flügelspannweite von zwei Metern. Sie leben südlich der Sahara in Afrika. Als Glücksboten und Wächter über die Gesundheit der Menschen und des Viehs werden sie in vielen Kulturen der Sahelzone verehrt. In Uganda ziert der Kronenkranich als Wappentier sogar die Nationalflagge und gilt als Symbol für Fortschritt und Frieden, in Ruanda und Burundi steht er für Glück und Reichtum. Als besonders talentierte Heuschreckenjäger helfen Kronenkraniche, die Entstehung riesiger Wanderheuschreckenschwärme, die ganze Ernten vernichten können, einzudämmen. Vogelbeobachter aus aller Welt reisen nach Afrika, um diesen imposanten Vogel in seinem natürlichen Lebensraum zu erleben. Nicht zuletzt trägt der Kronenkranich dadurch zum Einkommen vieler afrikanischer Familien bei. Die charismatische Kranichart ist jedoch durch Lebensraumverlust, die Zerstörung [...]

Zootier des Jahres: Der Kronenkranich2026-01-21T15:45:04+01:00

Das Rebhuhn – Vogel des Jahres

Das Rebhuhn, ein vertrauter Anblick in der heimischen Feldflur, ist heute selten geworden. Als „Vogel des Jahres“ rückt die Art aktuell bundesweit in den Fokus von Natur- und Artenschützern. Im Zoo Neuwied lebt derzeit ein männliches Rebhuhn, das stellvertretend für seine wildlebenden Artgenossen steht. „Das Rebhuhn ist ein typischer Bewohner unserer Kulturlandschaft – und zugleich ein Verlierer der intensiven Landwirtschaft“, erklärt Kurator Florian Bonenkamp. Strukturreiche Felder, Brachen und Insektenreichtum, die das Rebhuhn zum Überleben braucht, sind vielerorts verschwunden. Entsprechend stark sind die Bestände in den vergangenen Jahrzehnten zurückgegangen. Die Auszeichnung zum Vogel des Jahres soll genau auf diese Problematik aufmerksam machen. Das Rebhuhn gilt als Gradmesser für den Zustand der Agrarlandschaft: Wo es ihm gut geht, profitieren auch viele andere Tier- und Pflanzenarten. Der Zoo Neuwied versteht seine Haltung daher bewusst auch als pädagogischen Auftrag. Besucherinnen und Besucher können das Rebhuhn aus nächster Nähe kennenlernen und erfahren, warum Arten der offenen Feldlandschaft heute besonders schutzbedürftig sind. „Das im Zoo Neuwied gehaltene Rebhuhn leistet einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung“, betont der Zookurator. Ziel sei es, Verständnis für ökologische Zusammenhänge zu schaffen und zu zeigen, wie sehr der Mensch durch Landnutzung und Konsum Einfluss auf die heimische [...]

Das Rebhuhn – Vogel des Jahres2026-01-16T10:16:49+01:00

Wintereinbruch im Zoo

Einen selbst für Stammbesucher eher ungewohnten Anblick bietet der Zoo Neuwied in diesen Tagen: Während die Wege durch die Mitarbeiter stets schnell geräumt werden, sind Pflanzstreifen und Gehege unter einer dicken Schneedecke begraben. Aber was halten die Tiere von dieser Winterlandschaft, die für Besucheraugen so zauberhaft aussieht? „Bei solchen Witterungsbedingungen werde ich oft gefragt, wie die Tiere damit zurechtkommen“, erzählt Eva Fritsch, Zoopädagogin im Zoo Neuwied. „Die überraschende Antwort ist: In der Regel problemlos. Viele unserer Tiere stammen ohnehin aus Lebensräumen, in denen es zeitweise ähnlich kalt wird, wie jetzt bei uns. Unsere einheimischen Tiere wie Damhirsche und Wildkatze bekommen ebenso wie die Przewalskipferde ein dickeres Winterfell, und halten sich bei jeder Temperatur draußen auf. Auch der Sibirische Tiger kommt mit den niedrigen Temperaturen bestens zurecht, und zeigt sich aktiver als im Sommer. Wir passen bereits im Herbst mit dem Abfall der Temperatur die Futterrationen an, sodass der erhöhte Energiebedarf bei Kälte gedeckt ist“, berichtet sie weiter. „Die Schneeeulen und der Kleine Panda aus der Himalayaregion finden den Schnee und die Minusgrade wahrscheinlich richtig super“, vermutet Fritsch, „und der Kleine Panda ist im Winter in seinen kahlen Kletterbäumen auch viel besser zu beobachten.“ Totenkopfäffchen und [...]

Wintereinbruch im Zoo2026-01-08T10:47:10+01:00

Rückkehr der Manule

Sie sind klein, sehen einer Wildkatze sehr ähnlich, haben aber einen viel kürzeren Schwanz und im Vergleich zu den meisten anderen Kleinkatzen rundere Pupillen: Die Rede ist von Manulen. Zwei Manule – ein Männchen aus dem Zoo Košice (Slowakei) und ein Weibchen aus dem Tierpark Berlin – sind vor Kurzem in den Zoo Neuwied eingezogen. Nach Haltungspause freut sich das Team des Zoo Neuwied, erneut die Haltung einer der faszinierendsten Kleinkatzenarten der Welt aufnehmen zu können. Die beiden Neuankömmlinge haben ihre Eingewöhnungsphase noch getrennt voneinander gut begonnen und zeigen bereits erste neugierige Erkundungen ihres neuen Lebensraums. Manule, auch Pallaskatzen genannt, stammen aus den Hochsteppen Zentralasiens und gelten als besonders scheu. „Wir sind sehr glücklich darüber, wieder Manule im Bestand zu haben“, erklärt Florian Bonenkamp, Kurator im Zoo Neuwied. „Diese Tiere sind nicht nur optisch beeindruckend, sondern spielen auch eine wichtige Rolle in europäischen Erhaltungszuchtprogrammen. Unser Ziel ist es, mit ihrer Haltung zum Schutz der Art beizutragen und gleichzeitig unseren Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in diese seltene, wenig bekannte Katzenart zu ermöglichen.“ Manule sind durch ihr extrem dichtes Fell, das zu den wärmsten im Katzenreich zählt, perfekt an Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt angepasst. Typisch [...]

Rückkehr der Manule2025-12-28T11:14:26+01:00

Anpassung der Eintrittspreise zum 01.01.2026

Der Zoo Neuwied wird zum 1. Januar 2026 seine Eintrittspreise anpassen. Die Tageskarten für Erwachsene erhöhen sich um 3,00 Euro, die Tageskarten für Kinder um 1,50 Euro. Mit dieser Maßnahme reagiert der Zoo auf die deutlich gestiegenen Kosten in verschiedenen Bereichen. In den vergangenen Jahren haben sich die Energiepreise, Futterkosten sowie Aufwendungen für Instandhaltung und Tiermedizin spürbar erhöht. Vor allem die spürbar gestiegenen Lohnkosten, beschäftigen die Zooleitung intensiv. „Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“, erklärt Zoodirektor Mirko Thiel. „Wir wissen, dass Preissteigerungen für die Besucher eine Belastung darstellen. Gleichzeitig möchten und müssen wir aber weiterhin eine gute Tierhaltung gewährleisten, unseren Mitarbeitern faire Löhne zahlen und unseren Besuchern ein attraktives, sich stetig weiterentwickelndes und nachhaltiges Zooerlebnis bieten. Um dies langfristig sicherzustellen, ist die Preisanpassung leider unumgänglich.“ Eine besonders attraktive Alternative zum Tageseintritt stellen die Jahreskarten dar. Sie ermöglichen unbegrenzte Besuche über das gesamte Jahr und lohnen sich vor allem für Familien, die den Zoo mehrfach besuchen möchten. Damit lassen sich jederzeit besondere Momente erleben: spontane Beobachtungen von Jungtieren, Toben in SWeNis-Kinderland oder einfach ein Spaziergang auf dem Zoogelände. Auch die besonderen Tage wie Familienfest, Artenschutztage oder Kinderfest lassen sich so ganz entspannt genießen. [...]

Anpassung der Eintrittspreise zum 01.01.20262025-12-22T10:39:22+01:00
Nach oben