Nachwuchs bei den Katzenbären

Der Zoo Neuwied freut sich über flauschigen Nachwuchs im Waldrevier: Katzenbär-Weibchen Laya hat Mitte Juni ein Jungtier zur Welt gebracht – es ist der dritte Nachwuchs dieser Art für den Zoo, aber der erste für das junge Weibchen. Diese meistert ihre neue Rolle als Mutter mit Bravour. „Laya kümmert sich wirklich super um ihr Kleines“, berichtet Sergej Tews, Revierleiter des Waldreviers. „Dafür, dass sie das zum ersten Mal macht, ist sie erstaunlich ruhig und souverän. Wenn sie gestört wird, transportiert sie das Junge einfach an einen neuen, sicheren Ort.“ In der Regel bringen Katzenbären, auch Kleine Pandas genannt, mehrere Junge zur Welt, im Zoo Neuwied gab es bei beiden vorherigen Geburten jeweils Zwillinge. Dass Laya nur ein einzelnes Jungtier geboren hat, ist daher eher ungewöhnlich – allerdings mit erfreulichen Folgen: „Das Kleine war von Anfang an auffallend kräftig und weiter entwickelt als andere Jungtiere, die wir in der Vergangenheit hatten“, so Tews. Wie bei vielen Beutegreifern kommt auch der Nachwuchs der Kleinen Pandas blind und hilflos zur Welt. Außerdem sind Katzenbär-Jungtiere bei der Geburt fast weiß, erst nach und nach färbt sich das Fell in dem typischen rotbraunen Ton, der der Art den Trivialnamen ‚Roter [...]

Nachwuchs bei den Katzenbären2025-08-07T09:06:37+02:00

Trubel bei den Tapiren

Als Flachlandtapir Peppone im Februar im Zoo Neuwied einzog, waren die Hoffnungen groß: Der elfjährige Bulle aus dem Zoo Duisburg sollte künftig mit Tapirweibchen May-May ein Pärchen bilden. Doch manchmal läuft es auch in der Tierwelt nicht ganz so harmonisch wie erhofft. „Mit der Vergesellschaftung der beiden haben wir uns ganz bewusst Zeit gelassen bis alle Faktoren gestimmt haben“, erklärt Lena Romeike, Revierleiterin im Südamerikahaus. „Die Tiere hatten bis dahin bereits ausreichend Zeit, sich durchs Gitter zu beschnuppern, die Pfleger konnten Peppone kennen lernen und im Juni waren wir dann nach einer Phase der Personalknappheit wieder so gut besetzt, dass der Zeitpunkt günstig erschien.“ Die lange Vorbereitungszeit schien sich auszuzahlen – zunächst jedenfalls. Denn die erste gemeinsame Begegnung verlief erstaunlich friedlich: Peppone und May-May beschnupperten sich neugierig, gingen sogar gemeinsam baden und zeigten durch beidseitiges Beknabbern ein Verhalten, das auf gegenseitige Sympathie schließen ließ. „Wir waren wirklich vorsichtig optimistisch“, so Romeike. „Die beiden wirkten entspannt und neugierig aufeinander.“ Doch die Harmonie hielt nur wenige Stunden. Ohne erkennbaren Auslöser griff May-May das Männchen plötzlich an. Der ließ sich das nicht einfach gefallen und es kam zu Beißereien. „Wir mussten schnell reagieren und die beiden trennen, bevor [...]

Trubel bei den Tapiren2025-07-23T10:58:47+02:00

Neue Zootierärztin

Seit Anfang des Monats hat das Leitungsteam des Zoo Neuwied ein neues Gesicht: Tierärztin Lisa Kosber verstärkt das Team, das für alle „Tierangelegenheiten“ verantwortlich ist – und davon gibt es im Zoo naturgemäß viele. „Die täglichen Reviergespräche mit den TierpflegerInnen sind für mich die Grundlage jeder tierärztlichen Arbeit. Niemand kennt die Tiere so gut wie sie“, sagt die 29-Jährige. Doch der Arbeitsalltag einer Zootierärztin besteht nicht nur aus Tierbehandlungen: Auch Transportvorbereitungen, Abstimmung mit anderen Zoos und Zuchtkoordinatoren sowie die Unterweisung der Tierpfleger und Tierpflegerinnen in Gesundheitsfragen gehört zu ihren Aufgaben. „Nur etwa die Hälfte meiner Arbeitszeit entfällt auf die direkte Arbeit an und mit den Tieren“, erklärt Kosber. „Daneben sitze ich viele Stunden am Schreibtisch, denn der Job erfordert auch viel Koordination und vorausschauende Planung.“ Lisa Kosber bringt nicht nur frische Motivation mit, sondern auch Erfahrung: Nach ihrem Studium war sie sowohl in einer Kleintierklinik als auch mit Großtieren tätig. Für die Stelle im Zoo Neuwied zog sie mitsamt ihrem Pferd von Berlin ins Rheinland. Dass sie mit Engagement und Tatendrang an ihre neue Aufgabe herangeht, ist spürbar. Gleich nach Antritt der Stelle hat sie damit begonnen, ihre Praxisräume einzurichten. „Mein Ziel ist es, noch [...]

Neue Zootierärztin2025-07-18T10:50:54+02:00

Nachwuchs bei den Nerzen

Es wuselt, raschelt und plantscht im Dickicht der ehemaligen Waschbäranlage: Vier kleine Europäische Nerze erkunden neugierig ihr Zuhause im Zoo Neuwied. Ende Mai erblickten sie das Licht der Welt – ein bedeutender Erfolg im Kampf gegen das Aussterben dieser streng geschützten Tierart. Dabei sah es im vergangenen Jahr noch nicht nach solch einem Happy End aus. „Die Fähe, die wir im Frühjahr 2024 erhalten haben, als wir in das Zuchtprogramm für Nerze eingestiegen sind, war leider doch nicht tragend“, erzählt Petra Becker, Revierleiterin des Raubtierreviers. „Das war natürlich enttäuschend, aber solche Rückschläge gehören einfach dazu.“ Über den Winter beherbergte der Zoo Neuwied, wie im Konzept des ausgeklügelten Ex-Situ-Programmes vorgesehen, einen Nerz-Rüden, der im Frühjahr 2025 wie geplant wieder gegen ein neues Weibchen getauscht wurde – eine scheue und zierliche Fähe, deren Trächtigkeit zunächst ebenfalls nicht eindeutig war. Doch dann die freudige Überraschung: Ende Mai brachte das Weibchen vier gesunde Jungtiere zur Welt. „Zunächst haben sie sich ganz nach Art der Nerze in der Wurfhöhle versteckt gehalten und wurden ausschließlich von ihrer Mutter versorgt“, berichtet die Tierpflegerin. Inzwischen wagen sich die kleinen Räuber immer öfter auf eigene Faust aus der Deckung. „Sie sind jetzt dabei, die [...]

Nachwuchs bei den Nerzen2025-07-10T12:42:28+02:00

Bedrohte Würfelnattern ausgewildert

Es ist ein bedeutender Meilenstein für den Schutz einer der seltensten heimischen Wirbeltierarten: 68 junge Würfelnattern konnten in ein neu geschaffenes Ausweichhabitat an der Lahn entlassen werden, um eins der drei letzten Vorkommen dieser Reptilienart in Deutschland zu sichern. „Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg“, erklärt Biologin Alexandra Japes, Pressesprecherin des Zoo Neuwied. „Das Projekt war von Anfang an mit vielen Herausforderungen verbunden, doch die intensive Betreuung der Tiere hat sich ausgezahlt.“ Bereits im Frühjahr 2024 wurden zwölf adulte Weibchen aus dem Naturschutzgebiet „Schleuse Hollerich“ im Zoo Neuwied in speziell dafür angelegten Freiland-Paludarien untergebracht. Geplante Baumaßnahmen an der dortigen Wehranlage drohen, die dortige Würfelnatterpopulation zu schädigen, weshalb das zuständige Wasserstraßen-Neubauamt als naturschutzfachliche Maßnahme ein Ausweichhabitat in der Nähe angelegt hat. Da die Umsiedelung erwachsener Reptilien jedoch nicht erfolgversprechend ist, musste diese Maßnahme mit einem Zuchtprojekt kombiniert werden. „Die Schlangen haben bei uns insgesamt über 100 Eier gelegt und wurden unmittelbar danach durch Würfelnatterexpertin Dr. Lenz, die das Projekt begleitet, wieder an ihren Fundort zurückgebracht“, so Japes. „Da Würfelnattern keine Brutpflege betreiben haben sie nach der Eiablage nichts mehr mit ihrem Nachwuchs zu tun. Wir hoffen, dass sie die anstehenden Baumaßnahmen überstehen oder aus eigenem [...]

Bedrohte Würfelnattern ausgewildert2025-07-03T15:07:27+02:00

Traumnacht im Zoo

Mit der sinkenden Sonne stieg die Stimmung – wie jedes Jahr: Am 13. Juni 2025 hatte der Zoo bereits zum 17. Mal zur „Dreamnight at the Zoo“ eingeladen. Diese besondere Veranstaltung findet weltweit in über 250 zoologischen Einrichtungen in 36 Ländern statt. Nach Ende der regulären Öffnungszeiten öffnen die Zoos ihre Tore für Kinder mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen und deren Familien – Menschen, denen ein regulärer Zoobesuch oft nicht möglich ist. „Die Kinder werden über Einrichtungen wie Förderschulen, heiltherapeutische Zentren, Kindertagesstätten oder Kliniken eingeladen. Dabei wechseln wir jedes Jahr die Einrichtungen, um möglichst vielen Familien aus der Region einen unvergesslichen Abend zu ermöglichen“, erklärt Franziska Waked, Leiterin der Zooschule. Nach einem Jahr Elternzeit war es für sie eine besondere Freude, in diesem Jahr wieder persönlich dabei zu sein: „Es ist einfach schön, diesen Abend miterleben zu dürfen – die fröhlichen Gesichter und entspannte Atmosphäre sind jedes Mal etwas ganz Besonderes.“ Rund 600 Gäste folgten der Einladung, darunter auch Assistenzhund Merlin. „Es ist klasse, dass hier nicht nur Blindenhunde, sondern auch andere medizinische Assistenzhunde mitdürfen“, freute sich die Mutter des kleinen Mädchens, das von Merlin begleitet wurde. „Wir begrenzen die Teilnehmerzahl bewusst, um Gedränge zu [...]

Traumnacht im Zoo2025-06-26T13:57:47+02:00

Speiseplan der Zootiere

Der eine ist Veganer, die nächste verträgt keine Laktose, ein anderer verzichtet auf Gluten und die nächste ernährt sich möglichst zuckerarm. Die Zusammenstellung von Menüs für Familienfeiern oder Restaurant-Speisekarten ist so kompliziert wie nie. Auch Jasmin Kuckenberg muss bei ihrer Arbeit verschiedenste Ernährungsgewohnheiten berücksichtigen: „Allerdings orientiert sich unser Nahrungsmittel-Einkauf nicht an irgendwelchen Gesundheits-Trends auf TikTok, sondern an den tatsächlichen, biologischen Bedürfnissen derer, die wir füttern: Unserer Zootiere.“ Als stellvertretende Zoodirektorin im Zoo Neuwied ist sie für die Futtermittelbeschaffung zuständig und kennt die Ansprüche der Tiere genau. „Wir verfüttern sehr viel Grünfutter. Darunter fällt Gemüse, aber auch Laub. Außerdem viel Heu, im Winter mehr als im Sommer, wenn es frisches Gras gibt. Obst verfüttern wir nur sehr wenig, hauptsächlich im Rahmen des Tiertrainings als besondere Belohnung oder wenn wir mithilfe der süßen Leckerei Medikamente besser verabreichen können. Es gibt zwar Tiere bei uns, deren wilde Verwandte im natürlichen Lebensraum Fruchtfresser sind, wie etwa unsere Klammeraffen, aber da unser Supermarkt-Obst viel mehr Zucker hat als die wilden Früchte füttern wir diese Tiere überwiegend mit Gemüse, das in etwa den gleichen Zuckeranteil aufweist.“ Auch wenn viele Tiere im Zoo, wie Huftiere und Kängurus, reine Pflanzenfresser sind, auf tierische [...]

Speiseplan der Zootiere2025-06-12T09:20:03+02:00

Pinguin-Nachwuchs

Wer in diesen Tagen den Zoo Neuwied besucht kann mit ein bisschen Glück etwas ganz besonderes beobachten: „Die Küken unserer Humboldtpinguine sind jetzt sechs Wochen alt und unternehmen ihre allerersten Schritte in die Außenwelt“, verrät Zoodirektor Mirko Thiel. Die Küken sind Ende April geschlüpft und haben die ersten Wochen in ihren Bruthöhlen verbracht, wo sie von ihren Eltern mit hochgewürgtem Fisch versorgt wurden. „Früher hat man junge Pinguine im Zoo von Hand gefüttert, das war ein unheimlicher Aufwand“, erinnert sich Thiel, der bereits als Jugendlicher im Zoo Neuwied gearbeitet hat. „Heute weiß man zum Glück, dass Elternaufzucht mindestens genauso gut funktioniert und außerdem eine ganz wichtige Erfahrung für Altvögel und Küken ist.“ Ein Elternpaar hat dabei deutlich mehr zu tun als das andere, denn in seiner Bruthöhle sind im Abstand von drei Tagen gleich zwei Küken geschlüpft, die sich beide prächtig entwickeln, ebenso wie das „Einzelküken“ des anderen Elternpaars. „Pinguinküken wachsen rasant, genau wie alle Vögel“, weiß der Zoodirektor. „Schon nach wenigen Wochen sind sie von der Größe her nicht mehr von ihren Eltern zu unterscheiden. An ihrem Gefieder kann man sie aber dennoch erkennen. Die Altvögel tragen den typischen schwarz-weißen Frack, bei dem der [...]

Pinguin-Nachwuchs2025-06-06T09:16:38+02:00

Brutzeit in Australien

Erst im vergangenen Herbst wurde die begehbare Australien-Voliere im Zoo Neuwied eröffnet, und nun hat Kurator Maximilian Birkendorf erfreuliche Neuigkeiten: „Fast alle Nistkästen sind besetzt, und bei vielen Brutpaaren sind die Küken bereits geschlüpft.“ Den meisten Nachwuchs gibt es bei den Wellensittichen zu verzeichnen – kein Wunder, sind sie doch mit fast 100 Individuen die zahlenmäßig am stärksten vertretene Art in der Voliere. Sowohl in den Naturstamm-Nisthöhlen im für Besucher zugänglichen Bereich der Voliere als auch in einigen Nistkästen im Innenbereich sind Küken geschlüpft. „Die ersten sind bereits aus den Nistkästen ausgeflogen“, verrät der Kurator. „Es dauert nur wenige Wochen, bis sie flügge werden. Sobald sie ausgeflogen sind, sind sie für Besucher kaum noch von den Altvögeln zu unterscheiden. Vielleicht sind sie noch ein bisschen flaumiger und halten sich noch mehr am Boden auf. Aber sie sind dann schon genauso groß wie ihre Eltern. Kaum vorstellbar, wenn man sieht, wie winzig die nackten Nesthocker nach dem Schlupf zunächst sind, die wachsen praktisch im Zeitraffer.“ Bei den größeren Nymphensittichen haben ebenfalls mehrere Paare erfolgreich gebrütet und auch bei den Schildsittichen, die mit nur 6 Vögeln eine Minderheit in der Gemeinschaftsvoliere bilden, hat das erste Paar Nachwuchs. [...]

Brutzeit in Australien2025-05-30T13:59:17+02:00

Willkommen zurück, Capybaras!

Das Warten hat ein Ende, nun endlich ist es soweit: In Neuwied sind wieder Capybaras zu sehen! Schon 2023 wurde mit dem Bau des Gehegekomplexes begonnen, der aus einer für Besucher begehbaren Voliere für australische Vögel und aus einer großen, unterteilten Außenanlage für südamerkanische Tiere sowie einem gemeinsamen Stallgebäude besteht. Während jedoch das Gebäude und die Australienvoliere bereits im Herbst 2024 fertiggestellt und in Betrieb genommen wurden, mussten sich Liebhaber der größten Nagetiere der Welt länger gedulden. Auch Tierpflegerin Martina Hartung ist ein Fan der Wasserschweine: „Ich arbeite super gerne mit Vögeln und auch unser Großer Ameisenbär Bramble, dessen Innen- und Außengehege schon seit mehreren Monaten fertig sind, gehört zu meinen Lieblingen. Aber auf die Capybaras habe ich mich schon gefreut, seit ich hier im Zoo angefangen habe“, erinnert sich die Revierleiterin. Die zwei jungen Wasserschweine sind schon vor einigen Wochen im Zoo Neuwied eingezogen und hatten reichlich Zeit, sich an die neuen Pfleger, die Innenbereiche ihrer Gehege und aneinander zu gewöhnen. „Das ist auch gut so“, bekräftigt die Tierpflegerin, „denn Hugo und Maddy sind beide noch jung und vom Charakter her eher etwas schüchtern, also noch nicht so zutraulich und selbstbewusst wie man es [...]

Willkommen zurück, Capybaras!2025-05-22T14:05:52+02:00
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