Nachwuchs bei den Nachtaffen
Obwohl das neue Jahr alles andere als sonnig startet, müssen sich die Augen an diesem trüben 1. Januar nach Betreten des Südamerikahauses im Zoo Neuwied trotzdem erst an die dunkle Umgebung gewöhnen. „Im Nachttierbereich unserer Prinz Maximilian zu Wied Halle haben wir einen umgekehrten Tag-Nacht-Rhythmus, bei dem es nachts taghell ist, und tagsüber etwa so dunkel wie in einer Vollmondnacht“, erklärt Alexandra Japes. „Dadurch sind die nachtaktiven Bewohner dieser Gehege tagsüber während der Öffnungszeit des Zoos wach und aktiv, und somit für die Besucher zu sehen – diese müssen sich allerdings etwas Zeit nehmen, bis sich ihre Augen auf die Lichtverhältnisse eingestellt haben.“ Diese Wartezeit in Kauf zu nehmen lohne sich im Moment ganz besonders, versichert die Pressesprecherin des Zoos: „Seit Ende November ziehen unsere Nachtaffen nämlich erstmals ein Jungtier groß. Ich habe in über 13 Jahren Zoo schon viele Tierkinder gesehen und ich glaube, der kleine Nachtaffe ist das niedlichste von allen“, verrät die Biologin. „Nachtaffen haben ohnehin im Verhältnis zum Körper die größten Augen aller Primaten, um in ihrem nächtlichen Lebensraum möglichst gut zu sehen, und mit seinen riesigen dunklen Kulleraugen in dem kleinen Gesicht kann ich mir kaum vorstellen, dass irgendjemand sich [...]










