Über Franziska Waked

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Strahlenschildkröten für die neue Madagaskar-Anlage

Dicke Panzer mit leuchtenden Linien und dazu ein sonniges Gemüt: Drei Strahlenschildkröten sind die neuesten Bewohner des Exotariums im Zoo Neuwied. Damit kehrt auf der Fläche, auf der bis vor Kurzem noch australische Beuteltiere lebten, ein Hauch von Madagaskar ein. „Wir haben das Gehege komplett umgebaut und thematisch auf madagassische Arten ausgerichtet“, erklärt Thorben Maur, Revierleiter im Exotarium. „Die Beuteltiere waren zwar sehr spannend, aber durch ihre ausgeprägte Nachtaktivität tagsüber kaum zu sehen. Jetzt können unsere Besucher Tiere beobachten, die sowohl optisch faszinieren als auch aktiv am Tag sind.“ Die drei Strahlenschildkröten – ein Männchen und zwei Weibchen – stammen aus einer Privathaltung, in der sie über 25 Jahre lang liebevoll gepflegt wurden. Aus Altersgründen suchten die bisherigen Besitzer rechtzeitig eine neue Unterbringung, bevor ihre langjährigen Schützlinge sie womöglich überleben würden – denn Strahlenschildkröten können über 100 Jahre alt werden. „Wir freuen uns sehr, den Tieren hier ein dauerhaftes Zuhause bieten zu können“, berichtet der Tierpfleger. „Die bisherigen Besitzer haben sie vorbildlich gehalten, was wir nicht nur an der äußerst umfangreichen Dokumentation über die Tiere erkennen, sondern vor allem auch an ihrem Zustand. Sie sind gesund und fit, und mit ihren 25 Jahren auch bereits [...]

Strahlenschildkröten für die neue Madagaskar-Anlage2025-10-23T09:55:11+02:00

Erneuter Zuchterfolg bei den Saruskranichen

Gute Nachrichten aus dem Vogelrevier des Zoo Neuwied: Auch in diesem Jahr konnten die Tierpfleger erneut einen Zuchterfolg bei den Saruskranichen verbuchen, den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Am 13. und 14. September sind zwei Küken geschlüpft – ein wichtiger Schritt für den Erhalt dieser beeindruckenden, in ihrer Heimat Südostasien stark bedrohten Vogelart. „Dass wir gleich im zweiten Jahr hintereinander Nachwuchs bei unseren Saruskranichen haben, freut uns riesig“, berichtet Jonas Feinkohl, Revierleiter des Vogelreviers. „Das zeigt, dass sich unsere Tiere auf der neuen Anlage, die wir 2023 eröffnet haben, wirklich wohlfühlen und die Haltungsbedingungen optimal sind. Saruskraniche werden im Zoo Neuwied nämlich schon seit über 30 Jahren gehalten, aber vor dem Umzug ins ‚Kranichufer‘ hat es mit der Zucht nie funktioniert.“ In der Natur legen die weiblichen Kraniche ein bis zwei Eier und nur etwa 30 % aller Brutpaare schaffen es, einen oder beide ihrer Jungvögel erfolgreich aufzuziehen. Auch im Zoo Neuwied hat dieses Jahr leider nur eines der zwei Jungtiere die ersten kritischen Wochen überlebt. Dieses Jungtier entwickelt sich aber hervorragend. „Es ist neugierig, aktiv und folgt seinen Eltern auf Schritt und Tritt“, so Feinkohl. „Besucher können die Kranichfamilie derzeit gut auf der Anlage [...]

Erneuter Zuchterfolg bei den Saruskranichen2025-10-15T13:08:53+02:00

Bauen für die Zoo-Entwicklung

„Ein Zoo ohne Baustellen ist auf dem absteigenden Ast“, behauptet Mirko Thiel. Demnach entwickelt sich der Zoo Neuwied, dessen Zoodirektor er seit 14 Jahren ist, äußerst gut, denn an Baustellen mangelt es im größten Zoo von Rheinland-Pfalz aktuell nicht. „Da sich in der Zoowelt ständig neue Entwicklungen ergeben, laufend neue Erkenntnisse aus Tierhaltung, Verhaltensforschung und Veterinärmedizin berücksichtigt werden müssen, kann ein moderner Zoo sich keinen Stillstand leisten. Ein Zoo, der seine Tiere bestmöglich halten und gleichzeitig den Besuchern ein attraktives Erlebnis bieten möchte, muss sich ständig selbst kritisch überprüfen und nachbessern.“ Natürlich weiß der Biologe auch, dass Baustellen nicht bei allen Besuchern auf Verständnis stoßen: “Wir versuchen immer, nicht an zu vielen Stellen gleichzeitig zu bauen und vor allem auch alle Wege offen zu halten, sodass keine Sackgassen entstehen. Trotzdem ist es natürlich nicht schön, beim Zoobesuch an mehreren Stellen keine besetzten Gehege, sondern im Bau befindliche, unfertige Anlagen vorzufinden. Über veraltete Anlagen mit mangelnder Strukturierung des Lebensraums und schlechter Bausubstanz beschweren sich jedoch deutlich mehr Besucher – und diese Mängel lassen sich eben nur durch Baumaßnahmen beheben. Immerhin sind diese ja auch zeitlich begrenzt und hinterher steht an der Stelle etwas Schönes. Das macht [...]

Bauen für die Zoo-Entwicklung2025-10-09T12:49:31+02:00

Capybara-Drillinge geboren

Vor drei Wochen, am 13. September, konnten Besucher des Zoo Neuwied etwas ganz Besonderes beobachten: Am hellichten Tag brachte Capybara-Weibchen Maddy auf der Außenanlage ihr allererstes Jungtier zur Welt. „Selbst für uns Tierpfleger ist es selten, dass wir Zeugen einer Geburt werden, da die meisten Tiere ihre Jungen nachts zur Welt bringen. Und in der Regel ziehen sich die Mütter zur Geburt außerdem an einen geschützten Ort zurück – dass eine Geburt tagsüber auf der Außenanlage stattfindet ist also eine kleine Sensation“, erzählt Martina Hartung. Dass Maddy trächtig war, war der Tierpflegerin bereits bekannt: „Sie war sehr rund geworden und auch die Zitzen waren deutlich angeschwollen“, berichtet die Tierpflegerin, „aber da es viele Deckakte über einen längeren Zeitraum hinweg gab und auch die Tragzeit nicht immer genau gleichlang ist, konnten wir trotzdem nicht genau vorhersehen, wann es soweit sein würde.“ Nach der Geburt des ersten Jungtiers beeilten sich Martina Hartung und ihr Team, Maddy und ihr Junges in den Stall zu bringen. „Da Maddy zum ersten Mal Mutter ist, wollten wir ihr möglichst viel Ruhe geben, um eine starke Bindung aufbauen zu können“, erklärt die Tierpflegerin. Capybara-Jungtiere kommen, anders als viele andere Nagetiere, bereits weit [...]

Capybara-Drillinge geboren2025-10-02T16:37:15+02:00

Erstmals Nachwuchs bei den Paradieskranichen

Schon seit über 30 Jahren werden Paradieskraniche im Zoo Neuwied gehalten. Das aktuelle Pärchen der imposanten blaugrauen Vögel mit den auffällig langen Federn ist bereits seit 2004 zusammen, hatte jedoch noch nie Nachwuchs – bis jetzt! Jonas Feinkohl, der Revierleiter des Vogelreviers, ist hoch erfreut: „Nach den Saruskranichen, die ebenfalls nach jahrzehntelanger Haltung im vergangenen Jahr erstmals erfolgreich Nachwuchs großgezogen haben, ist dies nun die zweite Kranich-Art, bei der unsere Bemühungen endlich belohnt werden.“ Für die beiden Arten wurde 2023 eine neue Anlage eröffnet. Im „Kranichufer“ haben die Vögel mehr Platz als zuvor, bessere Möglichkeiten, sich zurückzuziehen, eine komplett übernetzte Außenanlage und mehrere miteinander verbundene Räume im Stallgebäude, die Menschen und Tieren einen entspannteren Umgang miteinander ermöglichen. Für den Tierpfleger sind das alles Faktoren, die zur erfolgreichen Nachzucht beigetragen haben: „Die Saruskraniche hatten durch die neue Anlage erstmals genug Ruhe um entsprechend ihrer Art zu balzen und dann auch erfolgreich zu brüten.“ Bei den Paradieskranichen sieht die Situation etwas anders aus: „Die beiden haben schon seit Jahren regelmäßig Eier gelegt, die jedoch immer wieder durch das Männchen zerstört wurden. In der Vergangenheit haben wir mehrmals Eier entnommen und im Inkubator bebrütet, aber oft waren diese [...]

Erstmals Nachwuchs bei den Paradieskranichen2025-09-26T12:07:54+02:00

Abschied von Schröder

Er war einer der bekanntesten Bewohner des Zoo Neuwied, auf vielen Plakaten zu sehen und äußerst beliebt bei den Besuchern: Berberlöwenkater ‚Schröder‘. Drei Jahre nach der Ankunft der ersten Berberlöwen aus Marokko war Schröder im Mai 2006 nach mehreren Würfen mit weiblichen Jungtieren der erste männliche Berberlöwennachwuchs in der Deichstadt. „Alle Jungtiere vor und nach ihm haben afrikanische Namen bekommen, aber da kurz vor seiner Geburt unser langjähriger Raubtierpfleger gestorben war, haben wir ihm zu Ehren den kleinen Kater etwas unkonventionell ‚Schröder‘ genannt“, erinnert sich Zoodirektor Mirko Thiel. 2010 übernahm Schröder die Rolle des Zuchtkaters im Zoo Neuwied und zeugte zwischen 2011 und 2021 dreizehn gesunde Jungtiere, die mittlerweile in Zoos und Tierparks in ganz Europa leben und selbst vielfach schon Nachwuchs hatten. „Der Berberlöwe, die nordafrikanische Unterart des Löwen, ist in ihrem natürlichen Lebensraum im Atlasgebirge bereits vor ziemlich genau 100 Jahren ausgerottet worden“, weiß der Zoodirektor. „Die heutige europäische Zoopopulation stammt von einigen wenigen Individuen ab, die in einem Privatreservat des marokkanischen Königshauses überdauert hatten, von wo wir 2003 drei Tiere importiert haben. Aktuell wird die Population der Berberlöwen in Europa vom Zuchtbuch mit unter 50 Tieren angegeben – da kann man sich [...]

Abschied von Schröder2025-09-18T10:49:28+02:00

Neuwieder Nerze im Wiederansiedelungsprojekt

Ende Mai erblickten sie im Zoo Neuwied das Licht der Welt, nun sind sie bereits auf dem Weg in ein neues Leben: Die vier jungen Europäischen Nerze, die im Sommer für große Freude im Zoo sorgten, wurden Ende August vom Verein EuroNerz e.V. abgeholt. Zunächst führt ihre Reise in den Zoo Tallinn in Estland. Die jungen Nerze sollen Teil eines Wiederansiedlungsprojektes werden, welches vom Zoo Tallin aus koordiniert wird und die vom Aussterben bedrohte wilde Population der letzten Europäischen Nerze sichern und verstärken soll. „Bevor in menschlicher Obhut gezüchtete Tiere jedoch in die Natur entlassen werden können, ist einiges an Vorbereitung nötig“, weiß Petra Becker, die als Revierleiterin im Raubtierrevier des Zoo Neuwied die jungen Marder von ihrer Geburt bis zu ihrer Abreise gepflegt hat. „Vor allem müssen die Tiere vor ihrer Auswilderung lernen, sich selbst zu versorgen, also lebende Beutetiere zu fangen. Die Fütterung von Zootieren mit lebender Beute ist durch das Tierschutzgesetz verboten und nur mit Ausnahmegenehmigung erlaubt, die nur mit besonderer Begründung erteilt wird, zum Beispiel wenn es eben um eine Wiederansiedelung in die Natur geht. Daher haben die Nerze bei uns noch keine lebende Beute kennen gelernt.“ Wenn die zwei jungen [...]

Neuwieder Nerze im Wiederansiedelungsprojekt2025-09-11T10:53:24+02:00

Tag des Feuersalamanders

Am Sonntag, den 07. September 2025, lädt der Zoo Neuwied von 10 bis 16 Uhr alle Natur- und Tierfreunde ein, den faszinierenden Feuersalamander einmal ganz neu kennenzulernen. Der auffällig schwarz-gelb gefleckte Schwanzlurch ist zwar vielen bekannt und nicht zuletzt durch die Kultfigur „Lurchi“ allgemein beliebt, doch im echten Leben ist er stark bedroht – obwohl er ein unverzichtbarer Teil seines Ökosystems ist. „Die Tiere und ihre aktuelle Situation sind ein spannendes Beispiel dafür, wie scheinbar kleinste Veränderungen riesige Auswirkungen haben können“, erklärt Zoopädagogin Eva Fritsch, die den diesjährigen Aktionstag mit geplant hat. Seit dem Auftreten des sogenannten „Salamanderfressers“ (Batrachochytrium salamandrivorans, kurz Bsal), einem aggressiven Pilz, der sich über den internationalen Amphibienhandel nach Europa verbreitet hat, sind die Bestände des Feuersalamanders massiv gefährdet. Deutschland zählt zu den besonders betroffenen Regionen. Umso wichtiger ist die Arbeit von Forschungseinrichtungen und Zoos, die sich für den Erhalt dieser charismatischen Tiere einsetzen. Auch der Zoo Neuwied beteiligt sich als Halter einer kleinen ex-Situ-Population in Kooperation mit der Universität Trier und Citizen Conservation an einem Projekt, das die Bekämpfung von Bsal und somit die Rettung des Feuersalamanders zum Ziel hat. Damit auch die Besucher die geheimnisvolle Welt der Feuersalamander erleben können, [...]

Tag des Feuersalamanders2025-09-03T14:09:42+02:00

Kleine Umbauten, große Vorteile

Als größtes Bauprojekt in der Geschichte des Zoos zieht aktuell der Neubau der Seehundanlage in Neuwied viel Aufmerksamkeit auf sich. Neben diesem Mammutprojekt, welches noch einige Monate Zeit bis zur Fertigstellung in Anspruch nehmen wird, sind jedoch in den letzten Wochen zwei kleinere Gehegeumbauten bereits erfolgreich abgeschlossen worden. „Ein Um- oder Anbau an einem bestehenden Gehege ist natürlich nicht so spektakulär wie eine völlig neue Tieranlage, kann aber trotzdem einen großen Fortschritt in der Tierhaltung bedeuten,“ weiß Biologin Alexandra Japes. „Das Gehege der Rosaflamingos im Eingangsbereich des Zoos hat bereits im Frühling einen neuen Flachwasserbereich mit schlammigem Untergrund bekommen. Da Flamingos im natürlichen Lebensraum sowohl ihre Nahrung in schlammigen Flachwasserbereichen suchen, als auch dort ihre Schlammkegelnester bauen, sind besonders ihre Füße auf diesen Untergrund ausgelegt. In der Vergangenheit hatten wir häufiger Probleme mit Veränderungen an der Hornhaut der Flamingofüße – damit sollte jetzt Schluss sein“, hofft die Pressesprecherin des Zoos. Und noch eine weitere Neuerung am Flamingogehege könnte Stammbesuchern in den letzten Tagen aufgefallen sein: Ein zwei Meter hohes Kunststoffnetz oberhalb der Glasbalustrade umspannt das Gehege seit ein paar Wochen. „Dieses Netz ist notwendig geworden, da wir in letzter Zeit verstärkt Probleme mit Füchsen auf [...]

Kleine Umbauten, große Vorteile2025-08-22T09:12:36+02:00

Erfolgsgeschichte Kurzohr-Rüsselspringer

Seit 2011 gibt es das ‚neue‘ Exotarium im Zoo Neuwied bereits, in dem schwerpunktmäßig Reptilien aus aller Welt gehalten werden. Daneben werden dort einige Amphibien, Wirbellose und auch wenige Vogel- und Kleinsäugerarten gezeigt. Die kleinsten unter ihnen sind die südafrikanischen Kurzohr-Rüsselspringer, die dafür verantwortlich sind, dass in der unteren Etage des ‚Exo‘ von Besuchern regelmäßig zu hören ist: „Oh wie süß, die kleine Maus!“. David Otte, der das Exotarium und dessen Tierbestand von Anfang an mit geplant und betreut hat, ist an diesen Irrtum mittlerweile gewöhnt: „Die Rüsselspringer haben verwandtschaftlich mit Mäusen rein gar nichts zu tun, sie gehören zu einer ganz eigenen Ordnung und sind weder mit Nagetieren noch mit den Spitzmäusen verwandt, was die ebenfalls häufig verwendete Bezeichnung ‚Elefantenspitzmaus‘ vermuten lässt. Aber ihr kleiner, rundlicher Körperbau mit dem langen dünnen Schwanz erinnert zugegeben schon an eine Maus. Nur die zum Rüssel umgebildete Schnauze und die langen dünnen Beine lassen erkennen, dass es sich hier um etwas ganz anderes handeln muss.“ Durch ihre zoologische Sonderstellung und die interessanten Anpassungen sind Kurzohr-Rüsselspringer mit etwa 50 Haltungen im europäischen Raum nicht selten in Zoos zu sehen. „Trotzdem gibt es weniger als 10 Einrichtungen, in denen regelmäßig [...]

Erfolgsgeschichte Kurzohr-Rüsselspringer2025-08-15T13:50:57+02:00
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